Kultur

kugelsternhaufen goes theater – Tipps für Mai

Die Theaterstadt Wien hat quasi durchgehend ein immenses Angebot parat. Bevor die richtig warme Zeit mit allen möglichen Sommerproduktionen startet und damit die aktuelle Theatersaison zu Ende geht, wollen wir euch noch ein paar Stücke ans Herz legen – und auch uns selbst daran erinnern, noch den einen oder anderen kulturellen Abend ins Programm zu quetschen!

Am 04.05. feiert „Die Wildente“ von Henrik Ibsen Premiere im Theater in der Josefstadt. Auf meiner Liste steht es bereits ganz oben, ich mag Henrik Ibsen Stücke zum einen sehr und bin auch ein ziemlich großer Raphael von Bargen Fan, der darin als der Wahrheitsfanatiker Gregers Werle zu sehen ist. Eben dieser will die illusionäre Welt der Familie Edkal, die seiner Meinung nach auf der Lebenslüge seines alten Freundes Hjalmar (Roman Schmelzer) aufbaut, zum Einsturz bringen. Die Wildente auf dem Dachboden der Edkals ist für ihn das Sinnbild dieser Lügenwelt – ich bin gespannt!

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es bisher noch nie ins Schauspielhaus geschafft habe. Das will ich im Mai ändern und „kolhaaz (wir sind überall)“ klingt nach dem idealen Stück dafür. Regisseur und Dramatiker Volker Schmidt bediente sich für dieses Stück an der Figur des Rosshändlers Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist sowie dem Text „An unsere Freunde“ des anonymen Autorenkollektivs Unsichtbares Komitee. Neben dem spannenden Inhalt reizt mich daran vor allem, dass Schauspielstudenten der MUK darin spielen. Das Stück ist am 16., 17., 18. und 19.05. zu sehen, da vorerst zum letzten Mal.

Am Samstag feierte „Hamlet, Ophelia und die anderen“ im Kasino des Burgtheaters Premiere. Diese Inszenierung ist der Versuch, Shakespeares Meisterwerk anders zu erzählen, es durch die Verwendung von Umgangssprache und Videos näher an das Publikum und die heutige Welt zu bringen. Das Drama wird dabei verkürzt erzählt, zeigt aber umso stärker, wie aktuell die darin vorkommenden Themen auch heute noch sind. Ich kann es kaum erwarten, mal wieder ins Kasino zu gehen und dieses Stück zu sehen!

Auf Grund des großen Erfolges gibt es am 20. und 21.05. nochmals die Gelegenheit, „#Werther“ im Bronski&Grünberg zu sehen. Unter der Regie von Helena Scheuba gibt Josef Ellers darin überzeugend einen modernen Werther, der inmitten der Welt der sozialen Netzwerke an eben den selben Problemen zerbricht, wie Goethes Figur des 18. Jahrhunderts. Karten am besten schnell sichern, da Teil des Charmes des Bronski&Grünbergs seine überschaubare Größe ist.

Am 28.05. gibt es nochmal die Möglichkeit, eines der witzigsten Stücke, das ich je gesehen habe, im Burgtheater zu erleben. „Die Affaire Rue de Lourcine“ überzeugt nicht nur mit einer genialen Besetzung (Nicholas Ofczarek und Michael Maertens in den Hauptrollen, Maria Happel, Peter Matic und Margaritas Liebling Markus Meyer in den Nebenrollen), sondern vor allem mit einem Humor, der einen die knappen 90 Minuten der Vorstellung durchlachen lässt.

 

Vielleicht ist bei unseren Tipps ja etwas für euch dabei, ich für meinen Teil bin wahnsinnig motiviert für den Mai – hoffentlich doch endlich bleibendes Frühlingswetter und ein kulturelles Highlight nach dem anderen. In diesem Sinne also: Happy May!

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