Beauty

Winterskin – Wie empfindliche Haut auch den Winter überleben kann

Wien hat heuer einen traumhaften Herbst erlebt! Zahlreiche sonnige Tage, an denen man die unglaublichen Farben, welche die Natur zu dieser Jahreszeit hervorzaubert, genießen konnte. Dazwischen aber auch der eine oder andere Regentag, der einem ohne schlechtem Gewissen die Möglichkeit gab, sich richtig schön zu Hause einmummeln und den Tag mit einem guten Tee und viel Netflix zu verbringen. Ich bin ein definitiver Herbstmensch, und das nicht nur, weil mein Geburtstag Anfang Oktober ist. Ich mag die Jahreszeiten der Extreme nicht, dieses Dazwischen von Herbst und Frühling liegt mir da um Einiges mehr. Abgesehen von einer Sache, die sich leider in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert hat…

Ich hab es schon hier und da erwähnt – meine Haut tendiert bei jedem Jahreszeitenwechsel dazu, komplett auszuticken und von super fettiger T-Zone über bis zur Schuppigkeit ausgetrocknete Stellen und bei dem Ganzen natürlich auch noch Unreinheiten, alles abzudecken, gerne auch mal gleichzeitig. Wird dieser Wetterumschwung dann auch noch von Stress begleitet, ist sowieso jede Hoffnung verloren. Oder eben auch nicht! Nach langem hin und her und dem einen oder anderen Fehlkauf bin ich schließlich doch bei einer Routine gelandet, die jedem Problem soweit entgegenkommt, dass meine Haut sich allmählich wieder beruhigt hat. Perfekt ist sie nicht und gegen die allmonatlichen hormonellen Unreinheiten hilft dann doch nichts, aber alles ist im Großen und Ganzen doch im Gleichgewicht und mein Morgen beginnt nicht mehr mit einem Verzweiflungsschrei beim Versuch, das alles mit Makeup zu verbessern (Tipp am Rand: funktioniert nie und bei dermaßen schlechten Hauttagen empfiehlt es sich eher, ganz auf Foundation zu verzichten. Bleibt diese nämlich auf trockenen Hautfetzen sitzen oder setzt sich beim öligen Teil des Gesichts ab, wird nur alles noch mehr betont.) Hier also meine Retter in der Not, die meine Haut hoffentlich so gut es geht über die kalte Jahreszeit bringen.

Gründlich reinigen, ohne austrocknen – es geht wirklich!

Ich bin ein Riesenfan vom Kiehls Ultra Facial Cleanser, den ich das übrige Jahr verwende. Als der dann aber leer wurde und sich gerade eben dieser Wetterumschwung ankündigte, der meine Wangen schon etwas spannen ließ, hab ich mich bei Kiehls beraten lassen und schließlich den Cucumber Herbal Conditioning Cleanser mitgenommen. Und ich muss sagen, ich bin seit der ersten Anwendung überzeugt! Man hat überhaupt kein spannendes Gefühl nach dem Gesichtwaschen und die Haut fühlt sich super sauber an.

Wie gut die Reinigung allerdings ohne dem zweiten Produkt hier funktionieren würde, weiß ich nicht. Die nette Dame bei Kiehls hat mir damals sehr stark ans Herz gelegt, doch ein Gesichtswasser auch zu verwenden, da die Haut so besser auf die nachfolgende Creme eingestellt sei. Und so schnell war auch gleich das zur Reinigung passende Gesichtswasser in meiner Tasche. Früher war ein Gesichtswasser auch immer Teil meiner Routine, irgendwie ist es mir aber in den vergangenen Jahren abhanden gekommen und ich hatte nicht wirklich das Gefühl, es würde etwas fehlen. Und trotzdem bin ich jetzt absolut überzeugt von diesem hier und verwende es seit dem Kauf jeden Tag Morgens und Abends.

Bring back the moisture!

Das neueste Produkt in dieser Auflistung, dennoch ein absolutes Muss für trockene Winterhaut: Skin Drink von Lush! Von Spätfrühling bis Frühherbst ist die Celestial meine Go-To Creme für untertags, jetzt wollte ich aber doch noch einen Tick mehr Feuchtigkeit und Fett, das aber trotzdem auch unter Makeup gut funktioniert und diese Creme ist genau das! Zugegeben, der Geruch ist Dank des Sesamöls zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, nachdem er aber nur kurz auf der Haut zu merken ist, find ich das halb so schlimm.

Masken, die das Leben bereichern

Die Mask of Magnaminty war das erste Hautpflegeprodukt, das ich je von Lush ausprobiert habe. Das ist jetzt ungefähr fünf Jahre her und ich kann mich nicht erinnern, sie seither mal nicht in meinem Badezimmer gehabt zu haben. Ich bin große Verfechterin der Meinung, dass jede Haut, egal welcher Typ, hin und wieder eine tiefenreinigende Maske verträgt und die ist für mich definitiv die beste! Die Mischung aus Tonerde und Haferflocken wirkt porentief und peelend zugleich, der zugefügte Honig bringt aber gleichzeitig auch schon wieder Feuchtigkeit zurück und die Haut wird so nicht überstrapaziert. Im Sommer verwende ich diese Maske 1-2 Mal die Woche, jetzt eher ein Mal alle 10 Tage und danach immer gleich eine Feuchtigkeitsmaske! Die meiner Meinung nach beste dieser Kategorie ist die Hydraphase Intense Masque von La Roche-Posay. Ich versuche diese mindestens 1-2 Mal pro Woche zu verwenden, manchmal auch nur auf Wangen und Stirn, die zu den trockensten Stellen meines Gesichts gehören und den extra Feuchtigkeitskick doch etwas öfter vertragen.

Die neue Wunderwaffe

Das mag jetzt vielleicht überraschen, aber ich finde parfumfreies Babyöl ist das beste (und wahrscheinlich billigste!) Gesichtsöl, das man verwenden kann. Lange hab ich Kokosöl immer mal wieder über Nacht ins Gesicht gegeben, fand das jetzt aber doch auch zu wenig. Nach einer Nacht mit Babyöl fühlt sich meine Haut aber – ha! – babyweich an und strahlt richtig. Bonus auch für alle mit empfindlicher Nase!

Rote Lippen sind zum Küssen…

Ich liebe es, roten Lippenstift zu tragen, vor allem, wenn die Weihnachtszeit näher rückt. Am liebsten mag ich dabei matte Texturen (alljährlicher Weihnachtsliebling ist Ruby Woo von MAC, der wahrscheinlich matteste Lippenstift aller Zeiten), damit dieser Look aber auch wirklich gut aussieht, müssen die Lippen dafür schön weich und gepflegt sein. Seit Jahren schwöre ich daher auf Smith’s Rosebud Salve, den ich jeden Abend vor dem schlafen Gehen dick auftrage. Extra Tipp für kurzfristige Besserung trockener Lippen vor dem Ausgehen: diesen Balsam (oder einen anderen fetten) auf die Lippen auftragen, einen Waschlappen unter sehr heißes Wasser halten und diesen dann für etwa 1 Minute auf die Lippen halten, kurz rubbeln und dem matten Lippenstift steht nichts im Wege!

Das Wichtigste zum Schluss…

Zu guter Letzt noch der fast schon totgesagte Hinweis, der eigentlich vor allen Kosmetikprodukten erwähnt werden sollte: Ohne ausreichend Wasser bringt das alles nichts! Obwohl es wohl wirklich schon jede und jeder weiß, schreib ich es jetzt trotzdem dazu, auch um mich selbst immer und immer wieder daran zu erinnern. Man kann noch so viele Sachen auf die Haut draufschmieren, wenn sie von Innen dehydriert ist, wird sie nie den gesunden Glow haben, den eben auch der beste Highlighter allein nicht hinkriegt!

Lisa lebt für K! Kunst, Kultur, Katzen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.